Rückblick 2012

 

Über den ersten lokalen Fankongress im März 2012 erschienen in der ersten Ausgabe des Inside SCD die folgenden Artikel.

 

Fankongress 2012
Der Düsseldorfer Fankongress wurde vom Fanbeauftragten Jörg ‚Pejo‘ Emgenbroich nach Vorbild des Bundesweiten Fankongress angestoßen. Seiner Einladung zu ersten organisatorischen Gesprächen, sind das Fanprojekt und Vertreter von UD, sowie SCD gefolgt.
In den fünf Planungstreffen wurde sehr offen über Themen, Ablauf, anvisierte Teilnehmerzahl und die gewünschte Zusammensetzung des Publikums diskutiert.
Beim Bundesweiten Vorbild gibt es eher Podiumsdiskussionen, in denen ausgewählte Experten über das jeweilige Thema vor Publikum diskutieren. Während uns dies für manche Themen durchaus als sinnvoll erschien, auch weil dann mehr Leute gleichzeitig einem Thema folgen können, haben wir uns doch für Diskussionsgruppen entschieden.
Neben den Inhalten, war schon in der Planungsphase wichtig, dass in der Düsseldorfer Fanszene mehr miteinander gesprochen und diskutiert wird. Die unterschiedlichsten Fans an einen Tisch oder in einen Stuhlkreis zu bringen, war das wichtigste Argument gegen Podien.
Natürlich sollte auch der Einzelne möglichst aktiv am Kongress teilnehmen und sich nicht nur berieseln lassen.
Die zu besprechenden Themen waren schnell gefunden, die Aufteilung auf Arbeitsgruppen war da schon komplizierter, sind einige Themen doch nur schlecht von einander zu trennen. Der Wunsch, auch Experten einzuladen die mit den Themen aus einer anderen Perspektive zu tun haben, war einhellig, nur die Auswahl dieser gestaltete sich schwierig.
Für die Gruppe „In der Kurve“ entschieden wir uns gegen Experten, damit die Fans untereinander auch bei kritischen Themen möglichst offen diskutieren konnten.
Auch waren wir uns in der Planungsgruppe schnell einig, dass die Gruppen vornehmlich von Fans moderiert werden sollten.
Die Moderatoren haben sich im Vorfeld dann noch weitere Gedanke über ihre Themen gemacht und sich dazu in eigener Organisation getroffen.
Da die Zeit wie immer bei solchen Veranstaltungen knapp war, wurde mit heißer Nadel eine Homepage erstellt. Diese sollte als Anlaufpunkt für Informationen dienen und natürlich die Anmeldungen strukturieren und übersichtlicher machen.
Pejo war als Vereinsoffizieller naturgemäß mit der Einladung der Experten und der Organisation von Räumlichkeiten beschäftigt.Schon früh wurde signalisiert, dass der Verein die nicht unerheblichen Kosten übernehmen würde. Ein klares Signal wie wichtig der Kongress genommen wurde.
Am Vorabend halfen einige Freiwillige nach bei der Vorbereitung der Räumlichkeiten. So wurden Soundanlage und Beamer von Fans bereit- und aufgestellt.

 

Arbeitsgruppe: Auswärtsspiele
In der Gruppe Auswärtsspiele wurde in den beiden rund zweistündigen Sitzungen ein breites Themenportfolio abgearbeitet. Zur Gruppe gehörten rund 20 Personen, darunter neben unserem Fanbeauftragten Jörg Emgenbroich und Mitarbeitern des SCD-Busgremiums auch Vertreter einiger Fanclubs, die regelmäßige Busfahrten zu Auswärtsspielen unserer Elf anbieten (u. a. „East End“ und „Hacke Rot-Weiss“).
Zunächst wurde analysiert, wo derzeit Probleme rund um die Fahrten von Fortuna-Fans zu Auswärtsspielen liegen und wie diese gelöst werden können. So wurde beispielsweise angeregt, bei Touren zu Problemspielen eine Meldekette zu etablieren, damit zum Beispiel im Falle eines Angriffs auf einen Fanbus die Insassen der anderen Busse zeitnah gewarnt- und zeitgleich auch die Fanbetreuung und die Polizei entsprechend informiert werden können. Bereits zum Auswärtsspiel unserer Elf in Rostock wurde eine solche Meldekette entwickelt, es musste aber glücklicherweise kein Gebrauch davon gemacht werden.
Ferner wurde die Erstellung eines „Verhaltenskodex“ für Busfahrten vorgeschlagen, dessen Einhaltung die Grundlage für die Berücksichtigung bei der Ticketvergabe bilden soll. Hierdurch sollen zum Beispiel Diebstähle im großen Maße an Raststätten künftig nicht mehr ohne Konsequenzen bleiben, sondern die Organisatoren der jeweiligen Busfahrt entsprechend verwarnt werden. Im Wiederholungsfall würde dann die Nichtberücksichtigung bei der Kartenvergabe für weitere Auswärtsspiele drohen. Damit soll vermieden werden, dass das Fehlverhalten einiger weniger Fans negative Konsequenzen für den Ruf der gesamten Düsseldorfer Anhängerschaft nach sich zieht. Schon heute gibt es eine Reihe von Busunternehmen, die aufgrund diverser Vorfälle in der Vergangenheit keine Fortuna-Fans mehr befördern, es sollte in unser aller Interesse liegen, dass die Liste dieser Firmen nicht noch länger wird.
Ebenfalls Bestandteil dieses Kodex soll die Ablehnung von rechtsextremistischen Gedankengut sein – kein vernünftig denkender Fortunafan kann es schließlich tolerieren, wenn Neonazis unseren Verein missbrauchen um ihr krudes Weltbild zu verbreiten.
Nur angerissen werden konnte aufgrund der Kürze der Zeit die Problematik einer fairen Vergabe von knappen Auswärtskartenkontingenten. In der abgelaufenen Saison reichte das zur Verfügung stehende Kontingent
beispielsweise bei unseren Gastspiel in St. Pauli und Fürth bei weitem nicht aus um die Nachfrage bedienen zu können. Auch hier gab es verschiedene Ansätze, wie dies zur neuen Spielzeit gehandhabt werden könnten, ohne dabei jedoch in Details einzusteigen – dies wird somit eine der Aufgaben sein, welchen sich die aus dem Fanprojekt hervorgehende Arbeitsgruppe in den kommenden Monaten widmen wird.

 

Arbeitsgruppe: Repressionen

Die Gruppe Repressionen wurde von Dirk Bierholz moderiert. Als Experten anwesend waren der Einsatzleiter der Polizeiinspektion Nord Hans-Joachim Kensbock-Rieso, sowie ein Szenekundiger Beamter (SKB) der Polizei Düsseldorf.
Zu Beginn stellte Herr Kensbock-Rieso den Gruppenmitgliedern die Initiative „Mehr Sicherheit-weniger Polizei bei Fußballspielen in Nordrhein-Westfalen“ (NRW-Initiative) vor und schilderte ausführlich welche Ziele diese verfolgt. Die NRW-Initiative wurde 2010 vom Innenministerium NRW (MIK NRW) geplant und wurde erstmals zu Beginn der Rückrunde der Saison 2010/2011 umgesetzt. Die Initiative soll das Handeln der Polizei NRW bei Fußballspielen festlegen und gliedert sich in zehn Leitlinien und Ziele. Insgesamt soll das Handeln der Polizei transparent, verlässlich, differenziert, aber auch konsequent sein. Besonders hervorzuheben ist u.a. hierbei, dass ein intensiver Dialog zwischen Fanszene und Polizei stattfinden soll. Des Weiteren soll es keine Kollektivmaßnahmen gegen Gruppen mehr geben. Es soll auch innerhalb einer geschlossenen Gruppe zwischen friedlichen und Gewalt suchenden Fans eindeutig differenziert werden.
Im Anschluss wurde in der Gruppe über das Thema Stadionverbote diskutiert und dabei auf die „Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten“ des DFB eingegangen. Dirk Bierholz schilderte den Anwesenden, dass Fortuna Düsseldorf bisher zurückhaltend mit Stadionverboten umgegangen ist und dass es bei Fortuna eine Kommission gibt, welche jeden einzelnen Fall prüft.
Des Weiteren sprachen wir über die „Datei Gewalttäter Sport“ welche von der zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) geführt wird. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) registriert und beobachtet bundesweit Fußball-Gewalttäter im Rahmen der Datei „Gewalttäter Sport“. Die ZIS steht mit anderen Ländern über den internationalen Datenaustausch in Verbindung, um Einlass von Hooligans in Stadien zu verhindern. Sie wird durch die Polizei Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW, Abteilung 4) unterhalten und hat ihren Sitz in Duisburg. In der Datei Gewalttäter Sport werden die Daten von Personen gespeichert, gegen die im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen wegen bestimmter Straftaten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde oder die wegen bestimmten Tatbeständen rechtskräftig verurteilt worden sind. Ein Eintrag in die Datei kann ein bundesweites Stadionverbot von Seiten des DFB, Passbeschränkungen oder die Untersagung der Ausreise für die betreffende Person nach sich ziehen. Der Fußballbund und Sportvereine haben jedoch keinen Zugriff auf die Datei „Gewalttäter Sport“.
Zum Abschluss informierte uns der SKB über „Bereichsvertetungsverbote“ sowie „Gefährderansprachen“, wobei diese beiden Themenpunkte aufgrund der schon fortgeschrittenen Zeit nur noch kurz angesprochen werden konnten.

 

Arbeitsgruppe: Kommerzialisierung
Die Arbeitsgruppe diskutierte die Aspekte der fortschreitenden Kommerzialisierung des Fußballs in Bezug auf die Situation in Düsseldorf. Anwesend waren neben Vertretern des SCDs und organisierten wie nicht-organisierten Fans auch Carsten Franck und Robert Palikuca. Ein Vertreter von Infront hatte seine Teilnahme kurzfristig absagen müssen.
Die Diskussion kreiste wir erwartet um die Möglichkeiten von Schnittstellen und Kompromissen zwischen den wirtschaftlichen Zwängen des Vereins und dem, was Fans als ihren „Lebensraum Fortuna“ verstehen. Auf der einen Seite ist der Verein darauf angewiesen, Erlöse durch den Verkauf von Werbeflächen oder die strategische Bindung bestimmter Fangruppen an den Verein zu erzielen; und auf der anderen Seite bestehen die Fans auf den Freiraum, der ihnen die Aufrechterhaltung und das Ausleben ihrer Fankultur ermöglicht und ihre Identität als Fans des Vereins stärkt.
Im Detail diskutiert wurden folgende Aspekte mit Konfliktpotential: 1. die vorhandenen Zaunfahnenplätze bzw. Werbebanden in der Esprit-Arena; 2. die Idee, ein Fortuna-Maskottchen zu stellen; 3. die Saisoneröffnung 2012, in Rücksichtnahme auf die nicht beidseitig zufrieden stellenden Veranstaltungen der letzten beiden Jahre; und 4. visuelle und akustische Werbemöglichkeiten während Heimspielen.
Diesbezüglich wurden folgende Ergebnisse erzielt:
1. Im Oberrang steht der Fanszene mehr Fahnenplatz zur Verfügung als angenommen. Arena-Werbung kann notfalls überhangen werden, was der zunehmenden Anzahl an festen Zaun- und Bandenfahnen zugute kommt. Die zurzeit für Fahnen genutzte Süd-Hintertorbande wird in der kommenden Saison von den Stadtwerken als Werbeplatz genutzt.
2. Die Idee, ein Fortuna-Maskottchen zu stellen löste bei den Fans gemischte Reaktionen aus, die von freudiger Akzeptanz bis starker Ablehnung reichten. Hier wurde vereinbart, sich in Zukunft noch einmal zusammen zu setzen; sowohl Fans als auch Vereinsvertreter versprachen sich diesbezüglich, besonders in solch schwierigen Fällen den Dialog aufrechtzuerhalten und gemeinsam, und nicht gegeneinander, zu arbeiten.
3. Bezüglich der Saisoneröffnung traf die Möglichkeit, zwei separate Veranstaltungen abzuhalten, auf den größten Anklang, nämlich eine große Vereins-Saisoneröffnung mit Spiel und Werbemöglichkeiten für Sponsoren; und eine alternative Veranstaltung, die das eher raue und punkige Selbstverständnis des Vereins und der Fanszene unterstreicht.
4. Im Einklang befand man sich bezüglich der visuellen und akustischen Werbemöglichkeiten in der Arena: visuelle Werbemöglichkeiten auf den Anzeigetafeln wurden im Großen und Ganzen als wenig störend empfunden, und „Ding-Dong“-Werbung wurde von den Vertretern der Marketingabteilung als stillos zurückgewiesen.
Darüber hinaus kam die Arbeitsgruppe zu dem Entschluss, dass eine einmalige Diskussion im Rahmen eines Fankongresses nur der Beginn einer langfristigen kommunikativen Zusammenarbeit sein kann. Hierfür stellten sich die Organisatoren der Gruppe von Seiten des SCD sowie Carsten Franck und Robert Palikuca zur Verfügung.

 

 

 

Arbeitsgruppe: In und um die Arena
Die Gruppe „In und um die Arena“, war thematisch wohl die umfangreichste. Grund war die Zusammenlegung, aufgrund der geringen Anmeldungen für das Thema „Rund um die Arena“.
Die kombinierten Gruppen hatten zusammen circa 20 Teilnehmer aus Fankreisen und einige Experten. Sven Mühlenbeck, Vorstandmitglied von Fortuna und dort für die Organisation von Spieltagen hatte zwei Rollen, als Moderator und Experte. Von der Rheinbahn war sowohl ein Fahrer, als auch ein Organisator da, von der Arena Betreibergesellschaft und Klüh jeweils ein Vertreter. Für den SCD moderierte Dominik Hoffmeyer die Gruppe mit, der sich durch seine Tätigkeit als Fanordner rund um die Spieltage auch mit vielen Aspekten auskennt. Der sehnlichst erwartete Vertreter von Aramark konnte aufgrund eines Kommunikationsproblems mit Pejo leider nicht kommen.
In der Runde stellte sich dann schnell heraus, dass An-und Abfahrt sehr wichtige Themen sind und bei allen Teilnehmern hoher Gesprächsbedarf bestand. So wurde sowohl die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß, mit dem Fahrrad, als auch mit dem Auto intensiv besprochen. Die Vertreter der Rheinbahn konnten hier viele Fragen beantworten und Problemstellungen erklären. So ist es nicht möglich einfach eine neue Linie einzurichten mit anderen Abfahrtsorten und die Rheinbahn agiert was Busse, Bahnen und Personal betrifft am absoluten Limit.
Der neu eingerichtete Busshuttle von der Theodor-Heuss-Brücke zum Stadion wurde allgemein sehr positiv aufgefasst, kritisiert wurden die Beschilderung und dass diese Anreisemöglichkeit viel zu unbekannt ist. Die Autofahrer kritisierten neben der Parkplatzsituation (hier speziell den „Parkwächtern“) auch die ungesicherten Straßen, deren Überquerung von oder zu den Parkplätzen immer wieder gefährlich ist. Auch wurde berichtet, dass die Fantrennung auf den Parkplätzen nicht klappt. Ganz besonders problematisch ist die Situation für Schwerbehinderte, die bisher auf den Gästeparkplatz geleitet wurden. Hier wurde direkt beim Fankongress schon eine Lösung präsentiert. Insgesamt ergeben sich für Schwerbehinderte viele Probleme, so können sie sich nicht mit dem Taxi direkt bis zur Arena bringen lassen und vielfach kennen sich Ordner nicht mit den besonderen Bedürfnissen aus. Auch Allergie- oder Diabetikermittel führen am Eingang immer wieder zu Problemen, da die Ordner sich nicht auskennen.
Der Klüh-Vertreter hat die Situation sehr ehrlich beschrieben und auch nicht versucht die Probleme klein zu reden. 80% der Angestellten jobben auf 400€ Basis, die wenigsten haben den Ordnerschein 34a, sondern haben nur die eintägige Schulung absolviert, wie vom DFB vorgeschrieben. Für bessere Kontrollen und höher qualifizierte Ordner, müsste auch deutlich mehr Geld ausgegeben werden. Viele der eingesetzten Ordner sind nur sporadisch in der Arena, wenn überhaupt mehrfach und können sich so auch kaum auskennen.
Von Sven Mühlenbeck wurde hier ein Volunteer-Programm angesprochen, dass Fortuna zur neuen Saison einführen will, bei dem Fans anderen Besuchern des Stadions bei der Orientierung helfen sollen.
Viele weitere Themen konnten leider nur sehr kurz angesprochen werden. Das Rollsicherheitstor vor Block 42, auf dem viele gerne Zaunfahnen sehen würden, oder auch ein Fantreff nah bei der Arena, den wohl alle wünschen würden, für den bisher aber weder ein passender Ort gefunden, noch ein schlüssiges Konzept erstellt werden konnte. Die Toiletten-Situation, die sehr rutschigen Treppen in Innenraum und Umlauf, die Gestaltung der Arena, damit sie auch als Heimspielstätte von Fortuna Düsseldorf erkannt wird, die Hartplastikbecher, die Situation nach Spielen hinter der Süd, wo aus allen Richtungen in alle Richtungen Leute strömen.
Auf diese Gruppe wartet für die Zukunft noch sehr viel Arbeit, hoffen wir, dass sie konstruktiv angegangen werden kann.


 

Arbeitsgruppe: In der Kurve
Als einzige Gruppe des Fankongresses wurde „In der Kurve“ ohne nominelle Experten abgehalten, denn von vornherein war klar – nur Fans selber sind hierbei als wirkliche Experten zu sehen und nur so konnte damit auch ausreichend Platz für kritische Themen gegeben werden.
Die Zusammensetzung war so Bunt wie es die Kurve selbst auch ist, sowohl Teile vom Fanprojekt, Fanclubs wie der Alten Garde, UD und weiterer organisierte Fans fanden sich zwischen unorganisierten Fans wieder, und so ergab sich eine vielschichtige Basis für die folgenden zwei Diskussionsblöcke.
Aufgrund möglicher Überschneidungen zwischen den Gruppen und der begrenzten Zeit wurde zuerst eine Übersicht der möglichen Themen gesammelt, die ohne jedwede Einschränkung jedem einzelnen Teilnehmer die Möglichkeit bot die Ihm wichtigen Punkte anzusprechen. Hierzu gehörten u.A. Bereiche wie Drogenkonsum, die Stimmung im Block, Gewalt oder auch Politische Tendenzen. Die angesprochenen Themen geben einen Einblick in den Mikrokosmos der Kurve und deuten auf die Notwendigkeit einer solchen Gesprächsrunde hin. Als zentrale Themen wurden per Abstimmung aus der Gruppe die Punkte „Stimmung“, „Politik“ und „Gewalt“ für eine intensivere Diskussion ausgewählt.
Auszugsweise die Ergebnisse zum Thema „Gewalt“: Einstimmige Meinung war hierbei das die Szene als nicht Gewaltsuchend anzusehen ist, jedoch bei hohem Konfliktpotential (z.B. hoher Lokalrivalität) latent Gewaltbereit ist. Hierbei müssen Kontaktpunkte zu Gästefans ,wie zum Beispiel im Umlauf, klar minimiert werden, um solch eine Bereitschaft nicht zu provozieren beziehungsweise Zustandekommen zu lassen.
Eines hat diese Gruppe mit Ihren vielen unterschiedlichen Lagern eindeutig gezeigt, das, wie in so vielen Bereichen in denen unterschiedliche Schläge von Menschen aufeinander treffen, die stetige Kommunikation ein essentieller Schlüssel zum Erfolg ist. Viele Probleme und Differenz sind vis-a-vis am runden Tisch unter Teilnahme sowie Offenheit aller binnen kürzester Zeit lösbar oder zumindest erklärbar, anstatt in Passivität Unverständnis oder sogar Hass wachsen zu lassen. Hierbei muss es ganz klar das Ziel aller sein, eine geschlossene Fanszene in Düsseldorf zu fördern, um Angriffe von Innen auszuschließen und Attacken von Außen so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.
Als Fortführung dieser Bestrebung wurde vereinbart, das ein regelmäßiges Treffen unter Teilnahme einer größtmöglichen Anzahl von Parteien den kontinuierlichen Austausch ermöglichen und sichern soll.

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